Deutlicher Tiefschlag für die Männer des HSC Erfurt

Am Samstagabend gastierten die Männer des HSC Erfurt zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten HV 90 Artern.
Nach 60 Minuten stand eine deutliche 34:18-Niederlage auf der Anzeigetafel. Damit erleben die Erfurter einen weiteren Tiefschlag nach nun mehr sechs Spielen ohne Sieg, wobei gerade eben jener letzte Sieg, vor heimischer Kulisse, gegen den HV 90 Artern gefeiert werden konnte. Mit eben diesem Wissen, hatte man sich die ganze Trainingswoche auf das anstehende Gastspiel vorbereitet. Es sollten endlich wieder zwei Punkte eingefahren werden und dafür arbeitete die Mannschaft, insbesondere im taktischen Bereich, um die zuletzt vermisste Struktur in das Angriffsspiel zu bekommen.
Doch die dargebotene Leistung in Artern zeigte ein anderes Bild. Bei schlechten Rahmenbedingungen in einer zu schmalen Halle, wo die Außenspieler nur schwer eingesetzt werden konnten, einer hitzigen Atmosphäre und der ungewohnten „Backe“ am Ball, war den Männern des HSC von Anfang an die Unsicherheit im Aufbauspiel anzumerken.
Die Gastgeber wurden durch zahlreiche schlechte Abspiele und andere technische Fehler zu einfachen Toren eingeladen. Noch dazu verletzte sich Ruhepol Benjamin Brüser früh in der Partie. Kam die Herren des HSC doch mal zum Abschluss, so fehlte den Würfen oft die nötige Präzision und so wurde der Gastgebertorwart im Verlauf des Spiels immer stärker. Bezeichnend dafür war eine Szene aus der zweiten Halbzeit, in der der Arterner Torwart zwei freie Würfe der Erfurter hintereinander parieren konnte.
Die Torhüterposition war aber auch bei den Erfurtern auffällig gut aufgelegt. So konnte Ricardo Haft unter anderem drei von fünf 7m-Straftwürfen parieren und auch Fabian Drößler einige freie Würfe abwehren. Die gute Torwartleistung änderte jedoch nichts daran, dass die Gäste bereits zur Halbzeit mit acht Toren (16:8) ins Hintertreffen geraten waren.
Auch nach der Halbzeit fehlte es dem Erfurter Angriffsspiel an Druck und Struktur. Es dauerte fast zehn Minuten bis Michael Dreyße den ersten Treffer für die Erfurter in der zweiten Halbzeit erzielen konnte. In der Abwehr hatten die Erfurter auf eine 4:2-Formation umgestellt, um die Halbspieler des HV 90 Artern früh zu stören. So ergaben sich jedoch zwischen den beiden Linien der Erfurter Räume, die die Gegenspieler ausnutzten, um Kreisläufer und einlaufende Außen in Position zu bringen. Am Ende fehlte den Gästen der Glaube und auch die Gastgeber ließen es im Bewusstsein des sicheren Sieges etwas lockerer angehen. So ergaben sich insbesondere für HSC-Kreisläufer Micha Hermannsdörfer und Rückraumspieler Matthias Nelles Räume, die für ein wenig Schadensbegrenzung sorgen konnten.

Am Samstag, den 08.02.2020, empfangen die Männer des HSC Erfurt den Tabellenletzten aus Ilmenau. Hier gilt es zum einen, die Niederlage aus dem Hinspiel wieder gut zu machen und zum anderen mit einem Sieg den letzten Tabellenplatz zu vermeiden.

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